Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben wir seit einigen Jahren die Bundespolizei als zuverlässigen Partner für ein Courageprojekt gefunden.

Die Bereitschaft einer Gesellschaft und ihrer Mitglieder, füreinander einzustehen und einander zu helfen, ist eine wichtige Stütze der Demokratie und Sicherheit. Die Bundespolizei ist daher mit uns eng vernetzt, um die Zivilcourage bei unseren Schülern zu fördern.

In Begegnungen mit den Schülern der 9. Klassen werden Tipps vermittelt, wie man ein umsichtiges Zeugen-Helfer-Verhalten zeigt, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Weggeschaut, ignoriert, gekniffen. Logo der "Aktion tu was".

6 praktische Regeln für Notsituationen

  1. Helfen Sie, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen
    Es geht nicht darum, „den Helden zu spielen“ – schon eine umsichtige Reaktion kann helfen! Schauen Sie nicht weg, seien Sie aufmerksam, sprechen Sie andere (mögliche) Helfende direkt an oder sagen Sie laut, dass Sie Hilfe organisieren. Dies kann bereits dazu beitragen, dass von dem Opfer abgelassen wird.

  2. Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf
    Holen Sie sich Hilfe von weiteren Personen. Sprechen Sie den Mann mit der roten Jacke an, der gerade aus dem Geschäft kommt, oder wenden Sie sich an den Fahrer der Straßenbahn. Bitten Sie um Mithilfe. Einer solchen direkten Ansprache kann man sich schwer entziehen.

  3. Beobachten Sie genau und prägen Sie sich Täter-Merkmale ein
    Wie sah der Täter aus? Welche Kleidung trug er? Wohin ist er gegangen? Die Polizei ist auf Unterstützung angewiesen. Oft sind es kleine Details, die dazu beitragen, dass der Täter zur Verantwortung gezogen werden kann. Nutzen Sie dazu die

  4. Organisieren Sie Hilfe unter Notruf 110
    Den gebührenfreien Notruf 110 kann jeder wählen. Sie haben kein Mobiltelefon oder der Telefon-Akku ist leer? Dann bitten Sie eine andere Person, umgehend die Polizei zu verständigen. Wichtig ist es, die Situation kurz und bündig zu schildern: „Wer?“, „Was?“, „Wo?“, „Wann?“

  5. Kümmern Sie sich um Opfer
    Erste Hilfe kann lebenswichtig sein! Kümmern Sie sich deshalb unverzüglich um verletzte Personen. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wie Sie Hilfe leisten können. Bitten Sie auch andere Personen um Unterstützung.

  6. Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung
    Mit Ihrer Aussage zum Geschehen tragen Sie dazu bei, dass die Straftat umfassend aufgeklärt werden kann.

(Quelle: Bundespolizei)